Heilpädagogische Inhalte

Vielleicht fällt Ihr Kind im Kindergarten auf? Oder es hat bei einer routinemäßigen Untersuchung des Kinderarztes/ der Kinderärztin einige Aufgaben nicht bewältigt, die andere Kinder gleichen Alters schon können? Spricht es noch unverständlich, bewegt es sich zu wenig oder ist es auffällig zappelig? Dann kann die Frühförderung für Kinder von 1-10 Jahren das Richtige sein, um Ihrem Kind zu helfen. Frühförderung als ein Arbeitsfeld der Heilpädagogik richtet sich vorwiegend an das einzelne Kind. Sie begleitet auch die Eltern ein Stück weit in Erziehungsfragen, wenn diese das wünschen. Es gibt Kooperationen mit Kindergarten und Ärzten. Mit heilpädagogischen Mitteln und Methoden, denen eine genaue Anamnese und Diagnostik vorausgehen, kann das Kind Rückstände aufholen, wird individuell über einen längeren Zeitraum gefördert und in spielerischer und freudvoller Atmosphäre angeregt, die notwendigen Fähigkeiten zu erwerben. Für jedes Kind sieht die Frühförderung anders aus: das kann die Beschäftigung mit Tieren sein, spielerische Tätigkeiten, Gestaltung von Kunstwerken aus Naturmaterial, Malen, Zeichnen, musikalische Übungen, Sprechen von Reimen und Gedichten oder sportliche Aktivitäten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je jünger ein Kind ist, umso Erfolg versprechender ist die Wirkung der Frühförderung. Frühförderung ist eine Leistung, deren Kosten per Rechtsanspruch von Jugend- oder Sozialamt übernommen werden. Hierbei handelt es sich um eine erkennende und therapeutisch-pädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten oder geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderungen betroffen oder bedroht sind. Zu Grunde liegt eine heilpädagogische Diagnostik, darauf werden die Maßnahmen zur Förderung abgestimmt. Mit heilpädagogischen Mitteln gelingt es, den Menschen bessere Entwicklungschancen zu eröffnen, bzw. ihr Leiden zu lindern oder zu heilen. Dies ist ein längerer Prozess, der beginnend mit den Stärken auch maßgeblich das Selbstwertgefühl positiv beeinflusst. Jeder Mensch wird mit seinen Fähigkeiten und Schwächen akzeptiert. Die Heilpädagogen kooperieren eng mit medizinischem Personal, Lehrer(innen), Erzieher(innen), Pfleger(innen) und anderen Bezugspersonen. Es ist von großer Bedeutung, dass alle an einem Strang ziehen und sich abstimmen. Die Kosten für heilpädagogische Leistungen werden per Rechtsanspruch von Jugend- oder Sozialamt übernommen.

Die AFT nach § 27 (3) SGB VIII ist für Familien gedacht, die sich in chronischen bzw. in akuten Krisen befinden. Eine drohende Auflösung des Familiensystems aufgrund einer beabsichtigten Unterbringung eines oder mehrerer Familienmitglieder in stationären Heimen, in psychiatrischen Kliniken oder Kriseneinrichtungen, immer wiederkehrende Eskalation von problematischen Familiensituationen sowie erstmalig auftretende spezielle Problemlagen, die das Familiensystem gefährden, können Indikationen für eine Familientherapie sein.



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